• Praxis für PsychotherapieEva Wörner Psychologische Psychotherapeutin

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Arbeit mit Löchern im Rollengefüge oder Holes in Roles.
Grundannahme: Ein Kind kann die Rolle der Mutter, des Vaters, der Großmutter etc. annehmen und auch für andere ausfüllen. Es weiß genau um die Passform für seine Bezugspersonen. Diese Fähigkeit nennt das Ehepaar Pesso „Grammatik der Familienbeziehungen“. Diese ist angeboren, wie die grammatikalischen Strukturen des Spracherwerbs angeboren sind.
Diese Grammatik befindet sich auf einer neurologischen Zeitachse, d.h. zuerst hat das Kind die Rolle der Tochter oder des Sohnes, dann die Rolle der Mutter oder des Vaters usw.

Das Kind nimmt die empfangende Ebene ein und später als Erwachsener die gebende Ebene. Diese Reihenfolge kann verletzt werden wenn Kinder auf Eltern oder Bezugspersonen treffen, die in ihrer Kindheit schmerzlich verwundet oder traumatisiert wurden, d.h. bestimmte Bedürfnisse der Bezugspersonen während ihrer Entwicklung nicht erfüllt wurden. Zum Beispiel wenn die eigene Mutter als Kind ihre Mutter durch Tod verloren hat. Hier spricht man von Löchern in den Rollen. Das Kind fühlt diese Ungerechtigkeit und versucht das „Loch“ zu stopfen, indem es die symbolische Rolle der Mutter für die leibliche Mutter übernimmt. Wichtigste Wurzel für das „Löcherstopfen“ ist das Mitgefühl des
Kindes und der Drang wieder Gerechtigkeit herzustellen. Den Preis, den das Kind für diese Rollenübernahme zahlt, ist immens. Es bedeutet die Aufgabe des Selbstinteresses und dies hat zur Folge, dass dieses Kind als Erwachsener das Muster entwickelt für andere zu sorgen und schlecht Fürsorge annehmen zu können. Es ist ein Verlust auf der fundamentalsten Ebene. Beim Kind entwickeln sich Omnipotenzgefühle, die zu spüren geben, dass es das Einzige sei, das diese Ungerechtigkeit beseitigen kann und ein „mesianisches“ Gefühl stellt sich ein. Dieses Omnipotenzgefühl überdeckt die eigene Fähigkeit zu spüren, was man braucht und gleichzeitig die Fähigkeit anzunehmen, was man von
anderen angeboten bekommt.

Praxis-Informationen

„Werden, wer wir wirklich sind"

ALBERT PESSO

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